DELFI Trageberatung Warum tragen wir unsere Babys?
Früher wurden Babys zu der Kategorie Nesthocker gezählt. Aber sind sie wirklich Nesthocker? Ein Nesthocker hat bei der Geburt Augen und Ohren geschlossen, außerdem ist es für den Nesthocker überlebenswichtig stundenlang alleine zu sein ohne sich durch Weinen oder ähnliche Laute bemerkbar zu machen.

Das alles trifft nicht auf unsere Babys zu, Babys können nicht alleine gelassen werden, sie weinen, außerdem sind ihre Ohren und Augen nicht verschlossen.

Daraus ergibt sich, dass unsere Babys keine Nesthocker sind, sondern Traglinge. Diesen Begriff hat erstmals der Biologe B. Hassenstein 1970 eingeführt.

Außerdem besitzen die Babys angeborene Reflex, die kein Nesthocker hat. Das ist das Kontaktweinen, ein Baby weint wenn es sich alleine fühlt. Es hat Angst, dass es alleine ist und verhungern muss. Ein Baby kann sich nicht erinnern, dass es in bestimmten Abständen gefüttert wird oder dass beim letzten Schreien die Mutter kam. Das Baby lebt im hier und jetzt. Der Nesthocker würde mit diesem Weinen Räuber anlocken.

Zum anderen gibt es den Anhock-Spreiz-Reflex. Sobald das Baby aufgenommen wird, hockt es die Beine an und bereitet sich so auf das Tragen auf der Hüfte vor.

Außerdem besitzen unsere Babys den Greifreflex und Mororeflex, die den Babys früher halfen sich im Fell der Mutter festzukrallen. Diese Reflexe besitzen Nesthocker nicht.

Desweiteren haben Babys einander zugewandte Fußsohlen, die dem Baby helfen sich aktiv an der Mutter festzuhalten.

Die Babys kommen mit einem runden Rücken auf die Welt, die Krümmung im Hals- und Lendenbereich wie bei einem Erwachsenen sind noch nicht vorhanden. Außerdem sind die Hüftgelenke des Babys nach vorne orientiert, so dass ein Baby seine Beine nicht über die Körpermitte hinaus nach hinten strecken kann.

Wir tragen folglich unsere Babys, weil sie Traglinge sind.

Tragen - Ist liebevoller Körperkontakt und fördert die gesunde Entwicklung des Kindes
Tragen - Erleichtert Eltern ihren Alltag und schenkt Kindern Geborgenheit
Tragen - Entspricht der Natur des menschlichen Säuglings und ist eine Basis für die Befriedigung seiner körperlichen und seelischen Bedürfnisse.
Tragen - Ist mehr als eine Technik. Es ist auch ein positives Zeichen für das Leben mit Kindern.
(Quelle: www.trageschule-dresden.de)

Wenn du dein Baby tragen möchtest, dann berate ich dich gerne.
Eine Trageberatung erfolgt zumeist bei dir zuhause, damit dein Baby in seiner gewohnten Umgebung ist. Ich zeige dir verschiedene Möglichkeiten, wie du dein Baby tragen kannst. Die Trageberatung dauert zwischen 1,5 bis 2 Stunden, so dass du Sicherheit im Binden des Tuches erlangt hast und dich mit deinem Baby im Tragetuch wohl fühlst.
Termine für die Trageberatung erfolgen nach telefonischer Absprache.
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